Varianten und Weiterentwicklung des Brainstorming

Zur Spezialisierung der Brainstorming Methode auf komplexere Problematiken haben sich nun verschiedene Modelle und Varianten entwickelt. Eine der bekanntesten ist die MOSE-Methode. Sie ist ein strukturiertes Rasterverfahren und basiert auf dem klassischen Brainstorming. MOSE steht dabei für die Oberbegriffe Mensch, Ort, Sache und Ereignis. Die Brainstorming-Phase wird hierbei in diese vier verschiedenen Themen unterteilt. Möchte eine Gruppe zum Beispiel eine kreative Lösung zum Thema Menschenrechtsverletzungen erarbeiten, brainstormt sie als Erstes ungefähr 5 Minuten zum Thema der Betroffenen selbst, also des Menschen und entwickelt dann verschiedene Varianten, um die Thematik richtig anzugehen. In diesem Falle betrifft dies beispielsweise die Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Sind eher Frauen oder Männer betroffen? Als Nächstes wird zum Thema des Schauplatzes assoziiert, also zum Ort. Sind bestimmte Länder beispielsweise stärker betroffen als andere? In der gleichen Weise verfährt man unter dem Blickpunkt der „Sache“. Was passiert bei Menschenrechtsverletzungen? Welche Fakten und Statistiken kennen wir? Abschließend brainstormt man über „Ereignisse“. Welche Geschichten haben sich zugetragen, auch persönliche Berichte können hierbei zurate gezogen werden. Die MOSE-Methode ist durch die Konkretisierung auf vier verschiedene Blickpunkte einer Fragestellung besonders für komplexe Problematiken geeignet.

Varianten für Brainstorming-Prozesse

Um die in Brainstorming-Prozessen oft erzeugten „Blockaden“ der Teilnehmer zu reduzieren, wurde die verwandte Methode des Brainwriting entwickelt und durch verschiedene Varianten weiterentwickelt. Diese Methode wird wie das Brainstorming oft bei der Entwicklung von Ideen in Gruppen angewandt. Besonders in journalistischen Redaktionen und bei kreativen Findungsprozessen in der Werbung ist diese Methode beliebt. Bei diesem Vorgehen kann jeder Teilnehmer vorab ohne zeitliche Begrenzung seine Ideen assoziieren und schriftlich festhalten. Auf diese Weise sollen alle blockierenden und hemmenden Faktoren aus dem Brainstorming eliminiert werden. Die Ideenfindung selbst findet alleine statt, auch hier darf keine Bewertung oder Zensur durchgeführt werden. Erst im zweiten Schritt setzt man sich zusammen und unterzieht die Ideen einer detaillierten Beurteilung und Selektion. Dadurch kann man, trotz individueller Vorarbeit, die Synergieeffekte zwischen den einzelnen Teilnehmern voll ausnutzen. Auch können hier keine Ideen untergehen, alles ist vorab schriftlich fixiert. Durch die Anonymisierung der Ideen und Strategien sind die Teilnehmer nicht mehr persönlich angreifbar. Die direkte Konfrontation verschiedener Sichtweisen und Blockaden aufgrund von betrieblichen Hierarchien entfallen. So haben auch introvertierte Teilnehmer die gleiche Chance, ihre Ideen einzubringen. Leider hat man nachgewiesen, dass die Spontanität der Ideen bei dieser Methode etwas verloren geht. Da die Teilnehmer für das eigentliche Brainstorming unbegrenzt Zeit haben, verlieren sie sich oft in umständlichen Formulierungen oder Ausführungen. Auch überschneiden sich bei dieser Methode oft die Themen, so dass sich die Quantität der „Ideenausbeute“ stark reduziert.

Varianten für konkretere Ideen

Um konkretere und genauere Ideen zu entwickeln, kann man in der Bewertungsphase des klassischen Brainstormings eine destruktive-konstruktive Auseinandersetzung mit den Ergebnissen anregen und die vielen Varianten des Brainstorming somit fast vollkommen ausloten. Bei dieser Variante werden im ersten Teil – der destruktiven Phase – 15 bis 20 Minuten lang alle Defizite und Schwächen einer Idee aufgelistet. In der zweiten, also der konstruktiven Phase, müssen dann für alle aufgelisteten Fehler oder Defizite konkrete Lösungsansätze genannt werden. Auch wenn diese Methode deutlich zeitaufwendiger ist, lassen sich hierdurch doch exaktere Betrachtungsweisen und konkretere Problemlösungen erarbeiten. Von besonderer Bedeutung bei diesem Vorgehen ist die Moderation. Hierbei entwickeln sich doch meist mehr als nur Schlagworte, beispielsweise Kredite, zu denen Sie jede Menge nützlicher Informationen auf der Webseite http://www.versicherungen-finanzierungen-kredite.de finden, - die Ideen sind umfangreicher und müssen erst gefiltert und entsprechend visualisiert werden.