Methoden des Brainstorming

Die Brainstorming Methoden sind heute zwar immer noch die am häufigsten angewandten Techniken zur Ideenfindung, allerdings sind sie bei weitem nicht unumstritten. So ist die Qualität der Ergebnisse dieser vielen Methoden nachgewiesen abhängig von den Teilnehmern des Brainstormings. Sind Mitglieder der Gruppe zurückhaltend, so lassen sie sich häufig von selbstbewussteren Teilnehmern oder der Situation selbst blockieren. Selbstsichere Personen erscheinen so viel kreativer als die zurückhaltenden Teilnehmer, was nachgewiesen nicht der Realität entspricht. Auch gruppendynamische Konflikte behindern oft den kreativen Fluss einer solchen Sitzung.

Methoden der homogenen Zusammenstellung

Weiterhin nachteilig wirkt sich bei diesen Methoden auch eine zu homogene Zusammenstellung der Gruppe aus. Sind beispielsweise alle Teilnehmer Mitglieder eines Unternehmens, so denken sie doch oft in gleichen Strukturen. Aus diesem Grund geht man heutzutage dazu über, so genannte „Outsider“ in die Gruppe zu bringen, um solche Blockaden zu lösen. Unterschiedliche Interessen und eine breite Allgemeinbildung der Teilnehmer erweisen sich ebenfalls oft als produktiv. Ein weiterer, ganz entscheidender Nachteil dieser Methode ist die „Ausbeute“ nach einer solchen Sitzung, z. B. zum Thema, eine Bessere Behandlung der HNO Erkrankungen. Oft sind bis zu 90 Prozent der Ideen völlig unbrauchbar, die Teilnehmer ergehen sich zu sehr in Abschweifungen. Die Auswahl der geeigneten Ideen kann sich so rasch als sehr arbeitsintensiv herausstellen.

Methoden im Ingenieur- oder Prozessbereich

Dennoch stellt das unkomplizierte Verfahren eines Brainstormings einen nicht zu unterschätzenden Vorteil dar und bringt die unterschiedlichen Methoden bei jedem Brainstorming immer wieder auf den Plan. Das Verfahren kann ohne großen Kosten- oder Zeitaufwand eingesetzt werden. Ist ein Unternehmen in eine kreative Sackgasse geraten, ist ein Brainstorming oft die letzte und beste Möglichkeit, doch noch neue Ideen zu entwickeln. Die bei dieser Methode erzielten Ideen sind zudem oft innovativer und ausgefallener als andere Problemlösungsansätze. Dabei entwickeln sich auch oft Synergieeffekte, die nachhaltig den innovativen Arbeitsalltag eines Unternehmens verbessern. Brainstormings werden so heute meist bei nicht komplexen Problemstellungen angewandt. Vielschichtige Themen, wie etwa im Ingenieur- oder Prozessbereich, sind eher für Expertengruppen geeignet. Dagegen ist das Brainstorming bei kreativen Prozessen in der Werbeindustrie gar nicht mehr wegzudenken. Kein neuer Markenname oder Slogan wurde wohl ohne Zuhilfenahme dieser Technik entwickelt. Auch als „Initialzündung“ zum Einstieg in ein komplexeres Thema oder für das Formulieren von Unternehmenszielen eignet sich diese Methode hervorragend.