Ideenfindung und Problempräzision

Um die Techniken zur Ideenproduktion, Ideenfindung und Innovation, die man auch auf Reisen geschäftlicher Natur nutzen kann, anwenden zu können, ist es wichtig zu verstehen, was sich genau hinter dem Begriff „Idee“ oder „Innovation“ verbirgt. Die philosophische Bedeutung des Wortes der „Idee“ ist als Urbild oder Konzept der Dinge in der Wirklichkeit definiert. Wenn man heute von einer „Idee“ spricht, meint man in der Regel einen Einfall oder einen neuen Gedanken. Nimmt eine Idee Gestalt an, wird sie zur Erfindung oder Innovation, deren Ziel ihre Umsetzung ist. Eine Idee muss dabei nicht zwingend immer etwas völlig Neues sein. Vielmehr kann sie auch eine Erneuerung oder Verbesserung darstellen. Bestehende Komponenten werden hierbei neu arrangiert oder umstrukturiert. In jedem Falle wird in der heutigen Zeit eine Idee immer mit einer Problemlösung zu einer bestimmten Aufgabenstellung assoziiert. Neue Ideen weisen also immer einen erkennbaren Bezug auf die Lösung technischer, menschlicher, künstlerischer oder sozialer Probleme auf. So umfasst der Begriff „Idee“ nicht nur künstlerische Produktionen, sondern auch wissenschaftliche Entdeckungen, technische Erfindungen oder soziale Problemlösungsansätze.

Ideenfindung und Kreativität

Ist Ideenfindung und Kreativität aber nun lehr- und lernbar? Allgemein anerkannt ist, dass in jedem Menschen kreatives Potenzial schlummert. Um an neue Ideen zu kommen, ist es für einige wenige Kreative am einfachsten, seinem Geist einfach freien Lauf zu lassen. Mit ein bisschen Spontanität, Zufall und Inspiration kommt diesen Menschen der geniale „Geistesblitz“. Für alle anderen Menschen wurden verschiedene Techniken zur Ideenfindung entwickelt. Sie sind ein hoch strukturierter Prozess, den jeder Mensch erlernen und einsetzen kann. Die verschiedenen Methoden und Kreativtechniken fördern gezielt die Kreativität und erzeugen so neue Ideen. Dafür sollte zuallererst das zu lösende Problem präzisiert werden. Der Ideenfluss und die Ideenfindung werden so beschleunigt, die Suchrichtung erweitert und gedankliche Blockaden aufgelöst. Mit Hilfe von Kreativtechniken ist es möglich, völlig neue und noch nie realisierte Lösungen zu finden. Dabei ergeben sich oftmals mehrere Lösungsmodelle, insbesondere bei offenen, unstrukturierten Problemen. So ähnlich war es auch bei den Online Games. Zu erst muss man sich überlegen in welche Richtung man gehen will. Hat man eine Richtung gefunden, dann kann man schon eine Vorabversion des Online Games programmieren lassen. Wird das Game von den Spielern angenommen und die Anforderungen an den Computern sind in Ordnung, dann wird aus der Vorabversion eine Finale Version. Bei Küchen ist es etwas einfacher. Man muss sich zunächst über das Aussehen und die Geräte, die die Küche beinhalten soll, Gedanken machen. Auf der Webseite www.wandhauben-deckenhauben.de findet man die Geräte, die in keiner Küche fehlen dürfen.

Ideenfindung in theoretischen Ansätzen

Um diese theoretischen Ansätze praktisch zu veranschaulichen, sollen hier kurz die alltäglichen Problemlösungsstrategien eines sehbehinderten Menschen dargestellt werden. Die Probleme stellen sich für diesen Menschen in einer ungeheuren Vielzahl dar. Um zu Ideen zur Bewältigung seines Alltags zu kommen, muss der Betreffende die Problematik genau analysieren. Die Problematik erscheint sich erstmal in seiner Unfähigkeit zu Sehen zu definieren. Doch die sich daraus ergebenen Probleme, wie beispielsweise nicht Lesen können, die Orientierungslosigkeit im öffentlichen Raum oder einfach das fehlende Farbempfinden, sind im Alltagsleben die eigentlich zu lösenden Aufgaben. Hat der Betreffende dies erkannt, kann er damit beginnen, Ideen und Strategien zur Problembewältigung zu entwickeln. Einer der berühmtesten Blinden unserer Zeit, der geniale Musiker Ray Charles, entwickelte so ganz eigene, aber überaus effektive Ideen, um seine Sehbehinderung zu kompensieren. Er ließ seine Schuhe beispielsweise mit Metallplatten besohlen. So konnte er sich perfekt orientieren, indem er das Echo seiner Schritte genau beobachtete. Dies ist ein sehr innovatives Beispiel, wie eine konkrete Problemanalyse in einer ungemein kreativen Idee mündet. Auch hier kann man natürlich wieder das alte Sprichwort „Not macht erfinderisch“ anführen. Die Entwicklung von Ideen ist also faktisch abhängig von einem konkret existierenden Problem.