Brainstorming – die bekannteste Ideenstrategie

Für die Entwicklung kreativer Ideen wurden eine Vielzahl von Methoden entwickelt. Die bekannteste Praktik ist das in den fünfziger Jahren in Amerika entwickelte Brainstorming. Diese Methode soll die Entwicklung von neuen und außergewöhnlichen Ideen in einer Gruppe fördern. Da sich der Begriff heutzutage schon in unsere Alltagssprache geschlichen hat, wird sie auch oft falsch oder verfälscht angewandt. Der häufigste Fehler besteht in der Nicht-Trennung von Ideenfindung und Ideenbewertung. So beginnen viele Teilnehmer eines Brainstorming schon während der Ideenfindungsphase über die Einfälle zu diskutieren und behindern somit die kreative Entwicklung verschiedener Denkansätze. Das klassische Brainstorming trennt also diese beiden Phasen strikt. Als Erstes wird, wie in fast allen Methoden, die Frage- oder Problemstellung klar definiert. Die Gruppe sollte aus 5 bis 20 Personen bestehen, die meisten Spezialisten empfehlen aber maximal 12 Personen. Die Mitglieder können hierbei, je nach Fachgebiet Experten, normale Mitarbeiter oder auch Laien sein.

Brainstorming und Problemanalyse

Nach der genauen Analyse des Problems leitet sich die Phase der Ideenfindung beim Brainstorming ein. Dies kann z. B. bei private Krankenversicherungen der Fall sein, wenn Sie neue Kunden gewinnen möchten, es aber bei dem erdachten Konzept zu Problemen kommt. Hierbei ist es sehr wichtig, den empfohlenen Zeitrahmen von 15 bis 20 Minuten einzuhalten. In dieser Zeitspanne sollen nun spontan Ideen genannt werden, die zur Lösung des Problems führen sollen. Die Gedanken sollen dabei frei und assoziativ zu Ideen formuliert werden. Oft führt diese Technik dazu, dass sich die Teilnehmer gegenseitig inspirieren und die verschiedenen Ansätze ineinander greifen. Dabei werden alle genannten Ideen protokolliert und keinesfalls kommentiert. Um die Gruppe dabei in eine möglichst produktive Atmosphäre zu versetzen, sollten die Grundregeln des Brainstormings unbedingt eingehalten werden. Die Ideen und Beiträge dürfen auf keinen Fall kritisiert werden. Aus zunächst völlig abwegig erscheinenden Vorschlägen kann sich im Laufe dieser Phase trotzdem ein ganz neuer Ideenansatz entfalten.

Brainstorming ohne Wertung oder Beurteilung

Aus diesen Gründen verzichtet man beim Brainstorming auch ausnahmslos auf Wertungen oder Beurteilungen. Nur so kann jeder Teilnehmer seinen Gedanken freien Lauf lassen. Je waghalsiger und origineller die Assoziationen, desto größer entwickelt sich das Lösungsfeld. Dabei ist auch das Kombinieren und Assoziieren schon geäußerter Ideen erlaubt. Nach einer kurzen Pause beginnt nun direkt die Auswertung und Visualisierung sämtlicher protokollierter Ideen. Die Ideen werden vom Moderator vorgelesen und von den Teilnehmern bewertet und sortiert. Alle nicht relevanten und thematisch nicht zugehörigen Ideen landen nun im geistigen Papierkorb. Alle übrig gebliebenen Ansätze können nun in der Gruppe oder auch von Experten bewertet und auf ihre Anwendbarkeit geprüft werden.